Muttizettel Vorlage

Jugendliche dürfen nicht ohne weiteres so lange wegbleiben wie sie wollen und zum Beispiel eine Party, eine Bar oder eine Disco besuchen. Je nach Alter und Uhrzeit ist dafür eine Erziehungsbeauftragung, besser bekannt als Muttizettel, erforderlich.

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Beschreibung


Was ist ein Muttizettel?

Die offizielle Bezeichnung für den Muttizettel lautet Erziehungsbeauftragung. Seine Notwendigkeit ergibt sich aus dem Jugendschutzgesetz. Der Zweck des Muttizettels besteht darin, zu verhindern, dass sich Jugendliche außerhalb der gesetzlichen Vorgaben in öffentlich zugänglichen Einrichtungen, wie beispielsweise einer Bar oder einer Discothek, aufhalten.

Mithilfe des Formulars haben Eltern die Möglichkeit, andere Personen für die Dauer des Aufenthalts mit der Erziehung ihres Kindes zu beauftragen und so das Ausgehen über den gesetzlichen Rahmen hinaus zu gestatten.

Der Erziehungsbeauftragte muss mindestens 18 Jahre alt sein und den Jugendlichen zur besuchten Veranstaltung begleiten.

Die Ausgehzeiten für Minderjährige auf einen Blick

Jugendliche, die das 16. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, dürfen unabhängig von der Uhrzeit nur dann in eine Disco, wenn ein Erziehungsberechtigter sie begleitet oder wenn sie einen Muttizettel mitführen und von einem Erziehungsbeauftragten begleitet werden.

Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren dürfen eine Disco auch alleine besuchen, müssen diese allerdings um 24.00 Uhr verlassen. Führen sie einen Muttizettel mit sich und werden von einem Erziehungsbeauftragten begleitet, gilt die Beschränkung der Ausgehzeit für sie jedoch nicht.

Was Eltern beachten sollten

Prinzipiell sind Eltern für das Wohl ihrer Kinder verantwortlich und haben diese angemessen zu beaufsichtigen. Ab einem gewissen Alter wollen jedoch die wenigsten Jugendlichen mit ihren Eltern eine Party oder eine andere Veranstaltung besuchen.

Mit einem Muttizettel können Eltern ihre Pflichten für einen begrenzten Zeitraum auf eine andere Person übertragen. Auf diese Weise bekommt das Kind seinen Wunsch alleine ausgehen zu dürfen erfüllt, ohne dass dabei seine Sicherheit gefährdet ist.

Dennoch sollten sich Eltern selbstverständlich gut überlegen, wem sie die Aufsicht über ihr heranwachsendes Kind anvertrauen wollen.

Bei der Wahl des Erziehungsbeauftragten sollten daher möglichst folgende Kriterien berücksichtigt werden:

  • Die Eltern kennen die Person und wissen, dass sie volljährig ist.
  • Es handelt sich um eine Person, die verantwortungsbewusst ist und dem Kind Grenzen aufzeigen kann.
  • Dem Erziehungsbeauftragten ist zuzutrauen, dass er das Kind sicher und vereinbarungsgemäß nachhause bringt.

Im Idealfall sollte der Muttizettel mit dem Kind zusammen ausgefüllt werden. Zudem gewährleistet das Notieren der Telefonnummer, dass der Veranstalter im Notfall weiß, an wen er sich wenden muss.

Die Erziehungsbeauftragung bedeutet eine große Verantwortung

Wer sich als Erziehungsbeauftragter eines Freundes oder eines Familienmitglieds zur Verfügung stellt, sollte sich dabei der Tatsache bewusst sein, dass dies eine große Verantwortung mit sich bringt.

Es ist daher ratsam immer nur für einen Jugendlichen die Aufsicht zu übernehmen. Darüber hinaus ist ein gutes Verhältnis zum betreuten Kind wichtig. Denn das erleichtert das Durchsetzen im Falle von Problemen mit dem Verhalten des Minderjährigen deutlich.

Außerdem sollte für die Dauer der Erziehungsbeauftragung der Genuss von Alkohol allenfalls in Maßen auf der Tagesordnung stehen. Das gilt sowohl für den Beauftragten als auch für den Jugendlichen. Noch besser wäre natürlich der komplette Verzicht.

Veranstalter haben Hausrecht

Ein Muttizettel ist zwar in jedem Fall die Voraussetzung dafür, dass Jugendliche sich außerhalb ihrer Ausgehzeiten auf Partys und Veranstaltungen aufhalten dürfen. Das bedeutet jedoch nicht, dass dieser auch akzeptiert werden muss.

Denn generell liegt das Hausrecht stets beim Betreiber. Es steht ihm somit also frei, ob er Jugendlichen mit Muttizettel den Zutritt gewährt oder ausschließlich volljährige Gäste auf die Veranstaltung lässt.

Es ist daher zu empfehlen, sich vorab auf der Webseite des Veranstalters zu informieren, wie dies dort gehandhabt wird.

Fazit und Muttizettel-Vorlage

Jugendliche möchten in der Regel nicht mit ihren Eltern ausgehen. Mithilfe einer Erziehungsbeauftragung ist die Teilnahme an Partys und Veranstaltungen auch außerhalb der gesetzlichen Ausgehzeiten möglich.

Wenn Sie eine Vorlage für einen Muttizettel benötigten, können Sie sich auf dieser Seite ein Muster herunterladen.

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