Beschreibung
Im Alltag tauchen dafür verschiedene Bezeichnungen auf, etwa Verdienstausfallbescheinigung, Bescheinigung über Verdienstausfall oder einfach Vordruck für das Gericht. Gemeint ist fast immer derselbe Kern: Der tatsächliche Ausfall soll nachvollziehbar bestätigt werden, damit Entschädigung oder Erstattung korrekt berechnet werden kann.
Wichtig ist der erste Blick in Ihre Unterlagen. Wenn der Ladung bereits ein amtliches Formular beiliegt, hat dieses Vorrang. Das Muster auf dieser Seite ist dann vor allem als Ausfüllhilfe nützlich. Liegt kein Vordruck bei, hilft Ihnen die Vorlage, die nötigen Angaben schnell und vollständig zusammenzustellen.
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Inhaltsverzeichnis
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Bevor Sie das Muster öffnen, lohnt sich eine kurze Einordnung. So erkennen Sie schneller, ob eine allgemeine Vorlage ausreicht oder ob Ihr Gericht, Ihre Behörde oder Ihr Träger bereits ein eigenes Formular vorgibt.
Gerade das spart später Zeit. Denn wer zuerst das richtige Format nutzt, muss Angaben nicht doppelt erfassen und vermeidet Nachfragen zu Arbeitszeit, Lohnkürzung oder fehlenden Nachweisen.
Verdienstausfallbescheinigung Muster: Wann reicht die Vorlage aus?
Die Vorlage auf dieser Seite reicht meist dann aus, wenn Sie ein allgemeines Muster brauchen und keine Stelle ein eigenes Pflichtformular vorgegeben hat.
Das ist typisch, wenn Sie eine klare Struktur für Arbeitgeberdaten, Termin, Arbeitszeit, Verdienstausfall und Unterschrift suchen. Dann hilft ein neutrales Muster, weil es die wichtigsten Felder in sinnvoller Reihenfolge bündelt und schnell verständlich macht.
Außerdem ist die Vorlage praktisch, wenn Sie sich vorab orientieren möchten. Sie sehen sofort, welche Angaben später gebraucht werden, und können deshalb Lohnwerte, Uhrzeiten oder ergänzende Nachweise schon vor dem eigentlichen Termin bereitlegen.
Amtlicher Vordruck vom Gericht oder der Behörde: Wann hat er Vorrang?
Ja – ein amtlicher Vordruck hat im Zweifel Vorrang, weil er exakt auf das jeweilige Verfahren zugeschnitten ist.
Bei Schöffinnen und Schöffen wird der Antrag auf Entschädigung oft schon mit der Jahresladung und nochmals mit der Terminerinnerung verschickt. Auch Zeuginnen und Zeugen erhalten in vielen Verfahren neben der Ladung weitere Unterlagen wie Auszahlungsauftrag oder Verdienstausfallbescheinigung. Das zeigen die Hinweise des Service-Portals Berlin für Schöffinnen und Schöffen sowie die Hinweise zur Entschädigung in Straf- und Bußgeldverfahren.
Nutzen Sie das Muster von vordrucke.de deshalb vor allem dann, wenn kein eigener Vordruck beiliegt oder wenn Sie die Angaben zunächst in Ruhe vorstrukturieren möchten, bevor das amtliche Formular ausgefüllt wird.
PDF oder Word: Welche Version ist im Alltag praktischer?
Für schnelles Ausfüllen und Ausdrucken ist PDF meist bequemer, während Word dann sinnvoll ist, wenn das Muster vorab an Ihren Fall angepasst werden soll.
In der Praxis nutzen viele Arbeitgeber zuerst die bearbeitbare Word-Datei, weil sich interne Angaben leichter ergänzen lassen. Für die finale Unterschrift und Ablage ist die PDF-Version oft angenehmer, weil das Layout stabil bleibt und beim Versand nicht verrutscht.
Was ist eine Verdienstausfallbescheinigung?
Viele Menschen stolpern hier zuerst über die Grundfrage, wofür das Dokument überhaupt da ist. Genau deshalb erklärt dieser Abschnitt klar, was die Bescheinigung leistet und wie sie sich von anderen Gerichtsunterlagen unterscheidet.
Wichtig ist dabei ein einfacher Gedanke: Die Bescheinigung belegt nicht nur, dass jemand beschäftigt ist. Sie zeigt vor allem, wann Arbeitszeit ausfiel, wie der Ausfall zustande kam und welche Kürzung daraus tatsächlich folgt.
Bescheinigung über Verdienstausfall: Was bestätigt das Dokument genau?
Eine Verdienstausfallbescheinigung bestätigt den konkreten Ausfall von Arbeit und Einkommen für einen bestimmten Termin.
Im Kern beantwortet das Dokument drei Fragen: Wer war betroffen, wann fand der Termin statt und wie hoch war der reale Ausfall? Deshalb werden fast immer Personendaten, Arbeitgeberangaben, Arbeitszeit und die konkrete Kürzung erfasst.
Amtliche Muster zeigen dabei sehr ähnliche Felder. So fragen offizielle Justizvordrucke regelmäßig nach Arbeitsbeginn, Arbeitsende, unbezahlten Pausen, Stunden- oder Schichtlohn, Zuschlägen und der Frage, ob vor oder nach dem Termin noch gearbeitet werden konnte.
Verdienstausfallbescheinigung, Auszahlungsauftrag und Entschädigungsantrag: Was ist der Unterschied?
Die Verdienstausfallbescheinigung ist nur ein Teil des Ablaufs; Auszahlungsauftrag und Entschädigungsantrag erfüllen eine andere Aufgabe.
Die Verdienstausfallbescheinigung wird meist vom Arbeitgeber ausgefüllt und belegt die wirtschaftliche Seite des Termins. Der Auszahlungsauftrag bestätigt dagegen Ihre Anwesenheit im Termin. Der Entschädigungsantrag ist schließlich der eigentliche Antrag, mit dem Sie Fahrtkosten, Zeitversäumnis, Verdienstausfall oder weitere Aufwendungen geltend machen.
Gerade dieser Unterschied ist wichtig, weil viele Betroffene alles in einen Topf werfen. Offizielle Hinweise für Schöffen und Zeugen nennen die Unterlagen jedoch getrennt, und genau deshalb sollte auch die Seite diese Trennung klar erklären.
Gericht, Zeuge, Schöffe oder Behörde: In welchen Fällen wird sie verlangt?
Besonders häufig wird die Bescheinigung bei gerichtlichen Terminen, Zeugenaussagen, Schöffentätigkeiten und vergleichbaren offiziellen Heranziehungen verlangt.
Der Hintergrund ist einfach: Wer wegen eines solchen Termins nicht arbeiten kann, muss den Verdienstausfall nachweisen, wenn eine Entschädigung oder Erstattung beantragt wird. Ein sauber ausgefüllter Nachweis verhindert dabei unnötige Rückfragen und beschleunigt die Bearbeitung.
Nicht gedacht ist das Formular für beliebige betriebliche Freistellungen. Geht es nur um Urlaub, Gleitzeit, Schichttausch oder bezahlte Freistellung, liegt oft gerade kein klassischer Verdienstausfall vor.
Wie füllt man eine Bescheinigung über Verdienstausfall richtig aus?
Hier entscheidet sich meist, ob die Bescheinigung später ohne Rückfrage akzeptiert wird. Die gute Nachricht ist: Inhaltlich ähneln sich viele amtliche Formulare sehr stark, auch wenn sie von unterschiedlichen Gerichten oder Trägern stammen.
Das sieht man schon an offiziellen Mustern der Justiz und der Bundesagentur für Arbeit. Wiederkehrend abgefragt werden dort Arbeitsbeginn, Arbeitsende, unbezahlte Pausen, Bruttolohn, konkrete Kürzung und die Frage, ob vor oder nach dem Termin noch gearbeitet werden konnte.
Ausfüllhilfe zur Verdienstausfallbescheinigung: Welche Felder werden fast immer abgefragt?
Fast alle Vordrucke fragen dieselben Kerndaten ab: Person, Termin, Arbeitszeit, unbezahlte Pausen, Bruttowert und tatsächliche Kürzung.
Die Felder wirken auf den ersten Blick trocken, folgen aber einer klaren Logik. Alles, was später erstattet werden soll, muss zeitlich und wirtschaftlich belegbar sein. Genau deshalb sollten Sie keine Leerstellen mit Schätzwerten füllen, sondern mit realen Angaben.
Die folgende Tabelle zeigt die Felder, die in einer Verdienstausfallbescheinigung fast immer sauber ausgefüllt werden müssen. So sehen Sie auf einen Blick, was hineingehört und an welchen Stellen in der Praxis besonders oft Fehler passieren.
| Feld | Was gehört hinein? | Typischer Fehler |
|---|---|---|
| Name, Arbeitgeber, Aktenzeichen | Eindeutige Zuordnung zur Person und zum Verfahren | Aktenzeichen oder Termindatum fehlen |
| Arbeitsbeginn und Arbeitsende | Geplanter oder tatsächlicher Arbeitstag am Termintag | Nur „vormittags“ oder „ganztägig“ eintragen |
| Unbezahlte Pausen | Start- und Endzeit jeder unbezahlten Pause | Pause vergessen oder bezahlte Pause mitrechnen |
| Stundenlohn oder Gehaltskürzung | Bruttowert und reale Kürzung pro Stunde | Netto und Brutto vermischen |
| Prämien, Zulagen, Auslösungen | Nur angeben, wenn sie tatsächlich zum Ausfall gehören | Pauschal alles addieren |
| Teilbeschäftigung vor oder nach dem Termin | Konkrete Uhrzeiten oder eindeutiger Ausschluss | Offenlassen, obwohl das Formular danach fragt |
| Unterschrift und Firmenstempel | Bestätigung durch den Arbeitgeber | Nur intern ausgefüllt, aber nicht bestätigt |
Nutzen Sie die Tabelle am besten als kurze Prüfliste direkt vor dem Absenden. So fällt schneller auf, ob Uhrzeiten, Pausen oder die echte Kürzung noch ergänzt werden müssen.
Wenn Sie Ihre Arbeitszeit zusätzlich sauber dokumentieren wollen, hilft dafür oft schon vorab unser allgemeiner Stundenzettel. Für die Plausibilität von Verdienstausfall ist das besonders bei wechselnden Schichten oder Teilzeitmodellen hilfreich.
Arbeitszeit und unbezahlte Pausen: Wie werden Uhrzeiten korrekt eingetragen?
Die Uhrzeiten sollten so eingetragen werden, wie der Tag ohne den Termin tatsächlich verlaufen wäre oder verlaufen ist.
Wenn die Arbeit regulär um 08:00 Uhr begonnen hätte, gehört genau diese Zeit in das Formular. Viele Vordrucke unterscheiden bewusst zwischen einer Arbeit, die begonnen hat, und einer Arbeit, die am Termintag begonnen hätte.
Unbezahlte Pausen müssen gesondert erfasst werden. Sie verkürzen den ersatzfähigen Zeitraum, weil diese Zeit ohnehin nicht vergütet worden wäre. Gerade bei halben Tagen oder Schichtarbeit ist das ein häufiger Stolperstein.
Bruttoverdienst, Kürzung und Zuschläge: Welche Zahlen zählen wirklich?
Maßgeblich sind die Werte, die den realen Ausfall belegen – also der Bruttoverdienst und die konkrete Kürzung, nicht ein pauschaler Schätzwert.
Offizielle Justizvordrucke verlangen häufig ausdrücklich Gehalt, Stunden- oder Schichtlohn einschließlich der vom Arbeitgeber zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge. Außerdem fragen sie oft nach festen Prämien oder Auslösungen, wenn diese zum tatsächlichen Verdienstausfall gehören.
Praktisch heißt das: Arbeitgeber sollten die Zahlen so eintragen, wie sie sich aus der Lohnabrechnung herleiten lassen. Wer dazu ergänzende Unterlagen griffbereit haben möchte, findet bei uns auch eine Vorlage für Gehaltsabrechnungen zur internen Strukturierung.
Ausgefülltes Kurzbeispiel: Wie sieht ein plausibler Eintrag aus?
Ein plausibler Eintrag ist konkret, knapp und rechnerisch nachvollziehbar.
Beispiel: Die Arbeitnehmerin hätte am Termintag von 08:00 Uhr bis 16:30 Uhr gearbeitet. Unbezahlte Pause war von 12:00 Uhr bis 12:30 Uhr. Der Gerichtstermin blockiert den Arbeitstag so, dass weder vor dem Termin noch danach sinnvoll gearbeitet werden kann. Der Bruttostundenwert beträgt 23,40 Euro, die Kürzung je Stunde ebenfalls 23,40 Euro.
Genau so lässt sich der Ausfall später besser prüfen als mit Angaben wie „ganztägig verhindert“ oder „ca. 200 Euro Verlust“. Je klarer die Herleitung ist, desto überzeugender wirkt die Bescheinigung.
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Verdienstausfallbescheinigung für Gericht, Zeugen und Schöffen
Gerade in diesem Bereich entstehen die meisten Rückfragen. Viele Menschen möchten nicht nur das Formular verstehen, sondern auch wissen, welche Unterlagen zusammengehören und welche Entschädigung im Gerichtsumfeld überhaupt möglich ist.
Wichtig ist deshalb die klare Trennung zwischen Zeugen und Schöffen. Beide Gruppen nutzen häufig ähnliche Nachweise, die gesetzlichen Entschädigungssätze sind aber nicht identisch.
Gerichtstermin als Zeuge: Welche Unterlagen gehören meist zusammen?
Bei einem Gerichtstermin als Zeuge gehören oft mehrere Unterlagen zusammen: Ladung, Auszahlungsauftrag, Verdienstausfallbescheinigung und je nach Fall weitere Belege.
Gerichte und Serviceportale nennen diese Unterlagen bewusst getrennt. Für Schöffen wird neben dem Antrag auf Entschädigung regelmäßig auch der unterschriebene Auszahlungsauftrag verlangt. Bei Zeugen wird die Anwesenheit ebenfalls gesondert bestätigt, während die Verdienstausfallbescheinigung nur den wirtschaftlichen Nachteil belegt.
Zusätzlich können Fahrtkosten, Betreuungskosten oder andere Auslagen relevant werden. Wenn Sie solche Kosten getrennt dokumentieren möchten, ist unsere Reisekostenabrechnung Vorlage eine sinnvolle Ergänzung.
Schöffinnen und Schöffen: Wie hoch ist die Aufwandsentschädigung?
Für Schöffinnen und Schöffen gelten bundesweit die Sätze des JVEG, und diese fallen höher aus als bei Zeugen.
Die Thüringer Justiz nennt für Schöffen derzeit 7 Euro je Stunde für Zeitversäumnis, 17 Euro je Stunde für Nachteile bei der Haushaltsführung und Verdienstausfall grundsätzlich bis 29 Euro je Stunde. In umfangreichen Verfahren steigt der Höchstsatz auf 55 Euro oder sogar 73 Euro je Stunde. Diese Sätze gelten bundesweit nach dem JVEG, also auch in NRW.
Für die Seite ist dabei vor allem eines wichtig: Die Verdienstausfallbescheinigung selbst ersetzt keine Berechnung der gesamten Entschädigung. Sie liefert nur den Nachweis, auf dessen Grundlage Gericht oder Kasse den Anspruch prüfen und festsetzen.
Zeugen und Schöffen: Warum die JVEG-Sätze nicht identisch sind
Zeugen und Schöffen werden im JVEG unterschiedlich behandelt, deshalb dürfen die Sätze nicht einfach gleichgesetzt werden.
Offizielle Zeugeninformationen nennen für Zeugen ohne Verdienstausfall 4 Euro je Stunde für Zeitversäumnis, 17 Euro je Stunde für Nachteile bei der Haushaltsführung und Verdienstausfall bis 25 Euro je Stunde. Für Schöffen liegen die Sätze höher, weil sie als ehrenamtliche Richter einer anderen Regelgruppe des Gesetzes unterfallen.
Gerade deshalb sollten die Angaben nicht vermischt werden. Wer als Zeuge geladen ist, braucht eine andere Einordnung als jemand, der als Schöffe regelmäßig zu Terminen herangezogen wird.
Was gilt für Arbeitgeber, Selbstständige und Freiberufler?
Für die praktische Umsetzung ist diese Unterscheidung entscheidend. Bei Beschäftigten bestätigt meist der Arbeitgeber den Ausfall, während Selbstständige und Freiberufler ihre Lage mit eigenen Unterlagen plausibel machen müssen.
Gerade dieser Punkt wird oft unterschätzt. Denn ein gutes Muster hilft nur dann wirklich, wenn klar ist, wer welchen Teil überhaupt ausfüllen oder belegen muss.
Arbeitgeber bestätigt den realen Verdienstausfall: Was muss hinein?
Der Arbeitgeber sollte nicht allgemein das Gehalt bestätigen, sondern den konkreten Ausfall am konkreten Termin.
Dazu gehören regelmäßig Beschäftigungsstatus, Arbeitszeit am Termintag, unbezahlte Pausen, Bruttostundenwert, Kürzung pro Stunde und die Information, ob vor oder nach dem Termin noch gearbeitet werden konnte. Offizielle Formulare fragen außerdem oft ab, ob weitergezahlt wurde, Gleitzeit vorlag oder der Verdienstausfall an den Arbeitgeber abgetreten wurde.
Für andere arbeitsbezogene Nachweise finden Sie bei uns außerdem eine Arbeitsbescheinigung. Sie ersetzt die Verdienstausfallbescheinigung zwar nicht, hilft aber bei verwandten Dokumentationspflichten im Unternehmen.
Selbstständige und Freiberufler: Welche Nachweise helfen statt Arbeitgeberbescheinigung?
Wer keinen Arbeitgeber hat, sollte Verdienstausfall mit Unterlagen zur eigenen Tätigkeit, zu Einkünften und zur üblichen Arbeitszeit belegen.
Offizielle Justizhinweise nennen dafür zum Beispiel Gewerbeschein, Handwerkskarte, Handelsregistereintragung oder Belege über notwendige Vertretungskosten. Wichtig ist nicht die größtmögliche Papiermenge, sondern eine stimmige und nachvollziehbare Herleitung.
Praktisch hilfreich sind dafür oft Ausgangsrechnungen, Terminpläne oder Belege für Ersatzkräfte. Wenn Sie solche Nachweise strukturiert vorbereiten möchten, passen dazu auf vordrucke.de besonders unsere Rechnungsvorlage als Freiberufler und die Quittungsvorlage.
Wann liegt oft kein ersatzfähiger Verdienstausfall vor?
Ein ersatzfähiger Verdienstausfall liegt oft gerade dann nicht vor, wenn der Lohn weitergezahlt wird oder der Termin außerhalb der Arbeitszeit lag.
Offizielle Muster nennen dafür typische Gründe wie bezahlten Urlaub, Gleitzeit, Schichttausch, fortgezahltes Gehalt oder einen Anspruch auf Weiterzahlung. Auch Auszubildende werden in manchen Vordrucken ausdrücklich gesondert behandelt.
Wenn also Urlaub oder betrieblicher Freizeitausgleich genutzt wurde, passt häufig kein klassischer Verdienstausfall. Für solche Fälle ist auf unserer Seite eher der Urlaubsantrag die passendere interne Verlinkung.
Sonderfälle: TK, Krankenkasse, Unfall, Feuerwehr und IG Metall
Neben dem klassischen Gerichtsfall tauchen immer wieder Sonderfälle auf. Diese Themen sollte man nicht zu Hauptkapiteln aufblasen, ganz auslassen sollte man sie aber ebenfalls nicht, weil gerade dort schnell Unsicherheit entsteht.
Der sinnvolle Weg ist deshalb ein kompakter Klärungsblock. Er fängt TK-, BG-, Feuerwehr- und IG-Metall-Anfragen ab, ohne den Hauptintent „Gericht + Ausfüllhilfe + Muster“ zu verwässern.
TK und Krankenkasse: Warum sehen diese Formulare oft anders aus?
Bei Krankenkassen wie der TK geht es häufig nicht um einen Gerichtstermin, sondern um eine ganz andere Leistungslage – deshalb sehen die Formulare oft anders aus.
Die Techniker erklärt für Arbeitgeber ausdrücklich, dass ihre Verdienstausfallbescheinigung etwa Zeitraum der unbezahlten Freistellung, Zahl der Arbeitstage, mögliches Nettoentgelt und reguläre freie Tage wegen Urlaub, Schichtarbeit oder 4-Tage-Woche abfragt. Das ist ein anderer Zuschnitt als beim gerichtlichen Vordruck.
Deshalb sollten Sie TK-, AOK- oder allgemeine Krankenkassen-Formulare nicht mit der gerichtlichen Verdienstausfallbescheinigung verwechseln. Ähnlich klingender Name heißt hier nicht automatisch gleicher Zweck.
Unfall, BG und Versicherung: Wann ist eher eine Entgeltbescheinigung gefragt?
Im Unfallkontext wird oft nicht der klassische Gerichts-Vordruck genutzt, sondern eine Entgelt- oder Entgeltfortzahlungsbescheinigung.
Die BG ETEM stellt dafür etwa eine eigene Entgeltbescheinigung bereit, mit der der Arbeitgeber die Höhe des Arbeitsentgelts eines verletzten Beschäftigten an die Berufsgenossenschaft meldet. Auch deshalb sollten BG- oder Versicherungsfälle nicht vorschnell mit einem Zeugen- oder Schöffenformular bearbeitet werden.
Für die Praxis gilt eine einfache Faustregel: Bei Gerichtsterminen ist die Verdienstausfallbescheinigung typisch, bei Arbeitsunfällen oder Reha-Leistungen tauchen oft andere Arbeitgeberbescheinigungen auf.
Feuerwehr oder IG Metall: Warum gibt es oft eigene Sonderformulare?
Auch bei Feuerwehr, Ehrenamt oder gewerkschaftlichen Veranstaltungen existieren häufig eigene Erstattungswege, die nicht mit dem Justizformular identisch sind.
Die Feuerwehr-Unfallkasse Niedersachsen stellt beispielsweise eigene Anträge auf Erstattung der Entgeltfortzahlungskosten bereit. Und bei der IG Metall finden sich Verdienstausfall-Rechnungen für konkrete Seminar- oder Veranstaltungsteilnahmen. Beides ist etwas anderes als der gerichtliche Nachweis für Zeugen oder Schöffen.
Wenn Ihre Unterlagen also aus einer Feuerwehrsatzung, einer Unfallkasse oder einer Gewerkschaft stammen, sollten Sie immer zuerst das mitgeschickte Sonderformular prüfen. Das allgemeine Muster auf dieser Seite eignet sich dann eher als Orientierung als als finaler Ersatz.
Typische Fehler bei der Verdienstausfallbescheinigung
Die meisten Probleme entstehen nicht wegen komplizierter Rechtsfragen, sondern wegen kleiner Unsauberkeiten. Genau deshalb bringt dieser Abschnitt oft mehr als noch ein allgemeiner Erklärungstext.
Wenn Sie diese Punkte vor dem Absenden prüfen, steigt die Chance deutlich, dass das Formular ohne Nachforderung bearbeitet wird. Gleichzeitig verbessert dieser Teil die Nutzbarkeit der Seite auf mobilen Geräten, weil die häufigsten Stolpersteine schnell erfassbar sind.
Fehlende Uhrzeiten, pauschale Werte, kein Aktenzeichen: Welche Fehler kosten am meisten Zeit?
Die teuersten Fehler sind oft die simpelsten: fehlende Uhrzeiten, fehlende Zuordnung und zu grobe Beträge.
Statt Angaben wie „halber Tag“, „vormittags“ oder „ca. 150 Euro“ sollten Sie den Termin sauber datieren und konkrete Zeiträume angeben. Ebenso wichtig ist das Aktenzeichen, wenn das Formular ausdrücklich danach fragt.
Auch der Bezug zur tatsächlichen Kürzung muss klar bleiben. Wer mit glatten Pauschalen arbeitet, obwohl die Lohnabrechnung eine genaue Herleitung zulässt, handelt sich schnell Rückfragen ein.
Urlaub, Gleitzeit oder Lohnfortzahlung: Was wird oft falsch angesetzt?
Viele Anträge scheitern daran, dass trotz Urlaub, Gleitzeit oder fortgezahltem Lohn ein Verdienstausfall behauptet wird.
Genau deshalb fragen offizielle Vordrucke häufig nach bezahltem Urlaub, Gleitzeit, Schichttausch, weitergezahltem Gehalt oder Abtretung an den Arbeitgeber. Diese Abfragen sind kein Formalismus, sondern sollen verhindern, dass ein nicht entstandener Ausfall geltend gemacht wird.
Prüfen Sie diesen Punkt deshalb früh. Er spart mehr Zeit als jede spätere Korrektur eines schon eingereichten Formulars.
Welche Unterlagen sollten Sie zusätzlich bereitlegen?
Mit der Bescheinigung allein ist es oft nicht getan; meist gehören weitere Unterlagen von Anfang an dazu.
Je nach Fall sind das Ladung, Auszahlungsauftrag, Entschädigungsantrag, Fahrkarten, Parkbelege, Nachweise zur Selbstständigkeit oder Unterlagen zu einer Vertretung. Wenn diese Dokumente von Anfang an gesammelt werden, läuft die Abrechnung deutlich ruhiger.
Wer neben Verdienstausfall auch Wege- oder Nebenkosten trennen möchte, arbeitet deshalb meist sauberer, wenn Fahrtkosten und Verdienstausfall nicht auf einem improvisierten Zettel landen, sondern getrennt dokumentiert werden.
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Wenn Sie die Angaben jetzt parat haben, springen Sie direkt zum Download der Verdienstausfallbescheinigung und füllen Sie das Muster Schritt für Schritt aus.
Häufige Fragen zur Verdienstausfallbescheinigung
Zum Schluss finden Sie die Fragen, die bei diesem Thema am häufigsten auftauchen. Die Antworten sind bewusst klar und kompakt formuliert, damit Sie die wichtigsten Punkte vor dem Download schnell prüfen können.
Was ist eine Verdienstausfallbescheinigung?
Eine Verdienstausfallbescheinigung ist der Nachweis, dass durch einen konkreten Termin während der Arbeitszeit tatsächlich Einkommen ausgefallen ist.
Sie enthält in der Regel Angaben zu Person, Arbeitgeber, Arbeitszeit, unbezahlten Pausen und Höhe der Kürzung. Besonders häufig wird sie bei gerichtlichen oder behördlichen Pflichtterminen genutzt.
Wer muss die Verdienstausfallbescheinigung ausfüllen?
In den meisten Fällen füllt der Arbeitgeber die Bescheinigung aus, weil er Arbeitszeit, Kürzung und betriebliche Umstände bestätigen kann.
Selbstständige und Freiberufler reichen stattdessen meist eigene Nachweise zu Tätigkeit, Einkommen und Arbeitszeit ein. Entscheidend ist immer, dass der Ausfall plausibel und überprüfbar belegt wird.
Wie füllt man eine Bescheinigung über Verdienstausfall für das Gericht richtig aus?
Richtig ausgefüllt ist die Bescheinigung dann, wenn Termin, Arbeitszeit, unbezahlte Pausen und die tatsächliche Kürzung vollständig und nachvollziehbar eingetragen sind.
Wichtig sind außerdem Aktenzeichen oder Termindatum, die Möglichkeit einer Teilbeschäftigung vor oder nach dem Termin und die Bestätigung durch Unterschrift oder Firmenstempel.
Gilt das Muster auch für Schöffen?
Ja – als allgemeines Muster ist die Vorlage auch für Schöffinnen und Schöffen nützlich, solange kein eigener amtlicher Vordruck mitgeschickt wurde.
Liegt Ihrer Jahresladung oder Terminerinnerung bereits ein Formular bei, sollten Sie dieses zuerst nutzen. Das ist meist der sicherste Weg, weil die zuständige Stelle genau dieses Format erwartet.
Was gilt für Selbstständige?
Selbstständige brauchen meist keine Arbeitgeberbescheinigung, sondern belastbare Nachweise zur eigenen Tätigkeit, zum Einkommen und zur regelmäßigen Arbeitszeit.
Hilfreich sind zum Beispiel Gewerbeschein, Rechnungen, Quittungen über Vertretungskosten oder andere Unterlagen, aus denen der konkret entgangene Verdienst nachvollziehbar hervorgeht.
Gibt es eigene Formulare bei TK, BG, Feuerwehr oder IG Metall?
Ja – in diesen Sonderfällen gibt es oft eigene Formulare oder Erstattungswege, die nicht mit dem gerichtlichen Vordruck identisch sind.
Bei der TK geht es zum Beispiel um Freistellung und Nettoentgelt im Kontext Haushaltshilfe, bei der BG eher um Entgeltbescheinigungen, bei Feuerwehr und IG Metall häufig um eigene Erstattungsformulare für Einsätze, Ehrenamt oder Veranstaltungen. Prüfen Sie deshalb immer zuerst die mitgeschickten Unterlagen.




